reflections

Kapitel 41 - You da one

*Mary's Sicht*

Nachdem ich meine Koffer zu ende gepackt hatte, schmiss ich mich neben Cody auf's Bett.
Morgen ging's endlich nach Europa.
"Ich bin froh, dass ich dich habe.", sagte ich während ich mich an ihn kuschelte.
Cody küsste meine Haare und murmelte irgendwas, was man nicht verstand. Seit Samstag habe ich kaum mit Justin geredet. Ich glaub wir brauchten beide ein wenig Zeit für uns.
Dass er Cody das einfach erzählt hatte, konnte ich nicht fassen. Er ist mein Bruder und er hat mir versprochen mit niemanden darüber zu reden. Aber er tat es trotzdem.
Ich hoffte so sehr Cody hatte kein Problem damit. Denn genau das war es was Chaz und mich auseinander brachte. Ich erzählte es ihm und er war aufeinmal wie ein Freak. Schiebte immer Panik wenn es mir mal nicht so gut ging. Er kam einfach nicht damit klar.
"Darf ich dich heute zum Essen einladen?", riss Cody mich aus meinen Gedanken. Ich lächelte ihn zart an.
"Ja, meinst du so Date mäßig?"
"Nein, so Wir-sind-zusammen-und-gehen-essen mäßig.", lachte er.
"Hä? Das nennt man doch Date, oder nicht?"
"Frag mich nicht so viel. Ich bin doch kein Professor", sagte er und lachte. Ich kicherte und meinte:"Wenn es ums Küssen geht schon, Herr Professor Dr. Cody!"
Und kaum hatte ich das gesagt, lagen seine Lippen schon wieder auf meinen. Ich sag ja, er ist ein Professor wenn es um's Küssen geht.
Und wie er der Professor war. Ich öffnete meinen Mund ein klein wenig und schon spielte Codys Zunge mit meiner. Ich drehte mich um, so dass ich nun auf ihn saß. Leicht drückte ich ihn gegen die Wand und seine Hände wanderten von meiner Schulter bis zu meinem Po. Er zog mich näher an ihn. Es klopfte an der Tür. Man, wieso musste uns immer jeder beim rummachen stören? Wir ignorierten es einfach und machten weiter.
Ich öffnete kurz die Augen. Er hatte sich von meinen Lippen entfernt und sah mich nun an.
"Niemals werde ich dich verlassen", flüsterte er mir nach einem kurzen Augenblick der Stille zu. Und ich wusste nicht ob er die Wahrheit sagte, aber ich hoffte es so. Noch ein gebrochenes Herz konnte ich echt nicht ertragen.
Wieder klopfte es.
"Ignorieren wir es einfach.", flüsterte ich.
Das musste man ihm nicht zweimal sagen. Sofort legte er wieder seine Lippen auf meine und ich spielte mit seiner Zunge. Das Klopfen wurde lauter.
"Ich liebe dich", sagte ich in den Kuss rein und Cody musste grinsen.
"Ich liebe dich mehr", hauchte er in mein Ohr und wanderte mit seinem Mund zu meinem Hals.
"Unmöglich", erwiderte ich.
Plötzlich ging die Tür auf.
"Mary, ich wollte mich nochmal entsch.. störe ich?", hörte ich nur Justins Stimme.
Ich drehte mich um.
"Ja, tust du.", antwortete ich genervt.
Dass er nicht sieht, dass er stört. Er könnte auch einfach wieder rausgehen. Aber nein, er musste erstmal fragen ob er auch stört. Ich wartete garnicht darauf bis er wieder draußen war.
"Beachte ihn einfach nicht", sagte ich zu Cody und leckte über meine Lippen. Er starrte auf meinen Mund, aber wollte mich nicht küssen, da Justin immer noch nicht gegangen war.
"Justin?", fragte ich ihn.
"Ja?"
"Wieso bist du noch hier?", fragte ich sauer.
"Weil ich mich nochmal bei dir entschuldigen wollte."
"Geht das nicht auch noch nacher?"
Ich war gerade richtig genervt von der Situation.
"Aber Mary wir haben seit Samstag nicht mehr wirklich geredet."
Es ist ja nicht so, dass ich nicht mit Justin reden will, aber gerade war ich so scharf auf Cody. Ich wollte gerade einfach nur bei ihm sein und seine Nähe spüren. Ich guckte Justin an und sah, dass er es ernst meinte. Ich zögerte erst, aber stand dann doch auf.
Als ich vor Justin stand, guckte ich ihn an und meinte:"Dein Ernst? Das sind nichtmal 24 Stunden her."
Justin guckte neben mich auf die Wand. "Aber... Ich mag das nicht wenn wir nicht reden."
"Hörst du nicht? Wir reden doch gerade miteinander. Was willst du noch?", zickte ich.
"Checkst du's nicht? Ich will verdammt nochmal vernünftig mit dir reden. Aber nein, du kümmerst dich nur um Cody! Das tut mir weh."
"Aber, Jus.. Cody und ich haben uns zwei Wochen nicht gesehen. Verstehst du DAS denn nicht?", fragte ich ihn.
Er war so eifersüchtig. Aus welchem Grund auch immer.
Er musste sich auch endlich mal wieder verlieben. Das mit Selena ist schon ein paar Monate vorbei also was wartet er noch.
Aber diesmal bitte in ein Mädchen, mit dem ich mich auch verstehe. Alli zum Beispiel.
Selena hat sich immer in mein Leben eingemischt. Immer.
Alli wäre perfekt. Die kleinen Geschwister und die großen. Zu perfekt wahrscheinlich.
Und ich war die kleinste, haha.
"Ich verstehe dich, Mary.", sagte Justin. "Aber ich will mich nochmal bei dir entschuldigen."
"Es ist okay. Wirklich."
"Sicher?"
"Ja.", sagte ich und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Er lächelte.
"Mary, es tut mir leid. Ich lass euch wieder alleine, aber nacher reden wir, ok? "
Ich nickte.
Dann schaute er Cody an.
"Und NUR kuscheln!", warnte er ihn bevor er endgültig rausging.
Sofort setzte ich mich wieder zu Cody.
"Wo waren wir stehen geblieben?", fragte ich fröhlich.
Ich küsste Cody, doch er erwiderte nicht.
"Was ist los?", fragte ich ihn.
Er schaute mich nichtmal an, sonderb einfach starr geradeaus.
"Genau deswegen haben Jake und ich uns gestritten..", sagte er total abwesend.
"Weswegen?", hakte ich nach.
Nun guckte er mir in die Augen.
"Weil ich mich nur noch um dich kümmere. Aber ich kann nichts dafür. Ich liebe dich halt."
Wie süß er war. Ich nahm ihn in den Arm.
"Das mit Jake wird wieder, versprochen.", sagte ich und küsste ihn.
Das war der Beweis. Er liebt mich mindestens genauso wie ich ihn liebe. Sonst hätte er sich nicht mit seinem besten Freund gestritten...

10.6.13 23:43, kommentieren

Kapitel 40 - Mummy you were always somewhere and Daddy we live out of town..

*Justin's Sicht*

Ich rührte gerade in dem Kakao rum als Twist rein kam. Ich wusste gar nicht, dass er bei mir übernachtet hatte.
"Yo! Gut geschlafen?", fragte er mich.
"Klar neben mir lag ein süßes Mädchen."
In dem Moment guckte Alli durch die Tür.
"Wer ist süß?", fragte sie. Ich widmete mich schnell dem Kakao und tat so als ob ich die Frage nicht gehört hätte. Twist zuckte mit den Schultern und ging wieder weg. Das nennt man einen guten Freund.
"Okay. Ich verstehe euch nicht."
Alli sah mich verwirrt an.
Ich reichte ihr den Becher mit Kakao.
"Bitte.", lächelte ich.
"Oh dankeschön, Justin. Das ist genau das was ich jetzt brauche."
Alli nahm einen Schluck und strahlte mich an.
"Lecker", sagte sie noch bevor sie wieder ging. Erst wollte ich ihr hinterher, aber dann hörte ich Schritte hinter mir. Ich drehte mich um und wow. Jourdan mit einem durchsichtigen Top. Keine Hose. Nur einen String. Uh das gefiel Justin. Aber wieso ist sie aufeinmal hier? Ich komm nicht mehr mit. Erst schläft Twist hier und dann noch... Ok was rede ich hier. Wenn Twist da ist, ist auch ein Mädchen da.
Aber Alli ist eh viel toller.
"Hey", sagte Jourdan zu mir.
"Na.", sagte ich ganz cool.
Nur keine Interesse zeigen.
"Wo ist Twist?", fragte sie.
"Er ist gerade in die Richtung gelaufen."
Ich zeigte in die Richtung, ohne den Blick von meinem Handy zu nehmen.
"Danke.", sagte sie und ging.
Ich musste mich jetzt erstmal hinsetzten. Wie kann jemand so heiß sein wie Jourdan? Ich glaub sie war die heißeste die ich kannte. Obwohl Alli ist auch ganz schön sexy. Sie ist so süß und ihr Lächeln, das verzaubert einen so sehr! Ein Lächeln von ihr und ich spürte diesen kleinen Schmetterling in meinem Bauch schlagen.
Ich träumte vor mir hin. Von Alli. Von ihrem Lächeln. Ich war so froh, dass sie endlich hier war.
Auf einmal stand Mary vor mir und sah mich mit einem bösen Blick an.
"Was?", fragte ich verwirrt.
"WARUM, JUSTIN?!", schrie sie mich an.
"Warum was?"
"WARUM HAST DU CODY DAS ERZÄHLT?!"
Oh nein. Cody hatte es ihr erzählt. Wieso nur hab ich ihn nicht gebeten es ihr nicht zu sagen..
"Ich weiß nicht."
Ich hatte so ein schlechtes Gewissen.
"Warum weißt du, dass ich es ihm erzählt habe?", fragte ich.
"Ich hab ihn gefragt warum er mich keine Sekunde mehr aus den Augen lässt. Und dann hat er mir das erzählt. Man, Justin. Du weißt, ich hasse dieses Thema."
"Ja ok. Ich weiß, dass du das hasst. Aber es ihm verschweigen, dass du dich mal umbringen wolltest ist auch keine Lösung. Ich hatte halt Angst um dich! Ich hatte Angst er gibt dir doch eine Tablette und..."
Ich guckte auf den Boden und hoffte sie würde mich verstehen.
"Und was? Dass ich Avalanna besuche? Wäre wahrscheinlich besser so!"
Was hatte sie da gerade gesagt?
"NEIN! Was redest du da? Es wäre nicht besser wenn du Avalanna besuchst! Sie wäre jetzt gerne noch am Leben.."
Avalanna. Ich schluckte einmal. Wie ich sie vermisste.
Meine Augen füllten sich mit Tränen. Wenn Mary jemals wieder versuchen würde sich umzubringen könnte ich mir das nie verzeihen. Ich wüsste, dass es mit unserer Familie zu tun hat und vielleicht auch ganz speziell mit mir. Mir lief eine Träne die Wange herunter.
"Mary?!", sagte ich mit zittriger Stimme. "Bitte tue uns das nicht an. Was hast du denn davon? Cody ist hier, willst du ihn nicht mehr? Und es wäre nicht fair gegenüber Avalanna. Verstehst du das nicht? Wir lieben dich! Wir brauchen dich! Ich brauch dich! Cody braucht dich!"
Sie schaute mich an und war kurz vorm weinen.
"Bitte weine jetzt nicht.", flüsterte ich.
Doch sie fing an zu weinen.
Sie schaute mich einfach nur an und weinte.
Plötzlich stand Cody in der Tür.
"Schatz, ich.. oh mein Gott, was ist los?", fragte er als Mary sich zu ihm umdrehte.
Cody machte alles kaputt. Wäre er nicht wär das alles gar nicht passiert. Ich gab ihm die Schuld obwohl ich scheiße gebaut hab. Typisch. Ich konnte es einfach nicht ertragen Mary so zu sehen.
Eigentlich wusste ich, dass Cody gut für Mary war. Aber wäre er nicht da, hätte ich ihm das nicht erzählen müssen, er wiederum hätte Mary es nie erzählen können und sie wäre jetzt nicht traurig.
Sie wollte gerade zu Cody gehen, da stand ich auf und nahm sie in die Arme.
"Soll ich euch alleine lassen?", fragte Cody.
Ich nickte.
Mary nahm meine Hand und drückte sie fest.
"Ich habe nicht dadrüber nachgedacht. Ich bin glücklich. Ich war nur wütend. Es tut mir leid."
Ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn. In diesem Moment kam Alli in die Küche.
"Was ist los?", fragte sie traurig.
"Es ist egal.", antwortete ich ihr und sah sie mit einem Blick an, der ihr zeigte, dass sie uns kurz alleine lassen sollte.
Was sie dann auch tat.
Ich war so froh, dass Mary nicht dadrüber nachgedacht hat. Sie durfte das nicht machen. Ich könnte nicht ohne sie leben. Sie ist doch mein kleiner Engel...

10.6.13 23:40, kommentieren

Kapitel 39 - Oh, what a night!

*Alli's Sicht*

Verschlafen blinzelte ich in die Sonne. Von Justins Zimmer hatte man einen wundervollen Blick auf LA.
Warte mal.. Justins Zimmer? Wie bin ich hier hingekommen?
Ich versuchte mich an die gestrige Party zu erinnern. Mir fielen immer nur ein paar einzelne Momente ein. Wie ein Filmriss.
Fast auf allen Bilder, die mir noch einfielen war Justin drauf. Ich weiß noch wie wir getanzt haben und das Twist noch da war. Aber sonst.. als ob jemand das ausradiert hätte. Ich glaub ich hätte ein oder zwei Sex On The Beach weglassen können. Ich versuchte mich aufzusetzen. Aua, mein Kopf. Ok ich hätte definitiv einen Cocktail weglassen sollen.
Mit den Jungs zu feiern war echt heftig. Ich glaub, Twist wollte sich Jourdan klarmachen. Oder hat er das? Ich weiß es nicht mehr.
Nach ein paar Minuten fiel mir immer mehr ein. Da war noch einer mit uns feiern. Der war heiß, aber auf seinen Namen komme ich gerade nicht. Er war schon etwas älter als wir, aber ich habe mit ihm geflirtet. Das weiß ich noch. Und getanzt haben wir. Ich versuchte krampfhaft alle Erinnerungen wieder aus meinem Kopf zu holen. Irgendwo müssen sie doch sein.
Man, ich hätte mal nicht soviel Alkohol trinken sollen. So sehr ich es auch versuchte mich zu erinnern, es klappte einfach nicht.
Ich hatte so Angst, dass ich mich blamiert hatte. Oh nein. Bitte nicht vor Justin. Das wäre zu peinlich.
Wenn man vom Teufel spricht, oder in diesem fall eher denkt.
"Guten Morgen", sagte eine raue, heisere und trotzdem extrem sexy Stimme zu mir. Ich wollte ihn erst anlächeln, aber dann fiel mir wieder ein, dass ich mich ja blamiert haben könnte und versteckte mich unter der Decke.
"Warum versteckst du dich?", fragte er.
"Ich? Ach, ich bin einfach noch müde."
Er lachte und legte sich neben mich.
"Müde? Verständlich, war eine lange Partynacht."
Justin hob die Decke an und als er mir in die Augen guckte wurde ich rot. "Aw wie süß, wieso wirst du denn rot?", fragte er mich. Anstatt zu Antworten wurde ich noch röter. Na toll. Ich hasste es so sehr.
"Ich.. ich erinnere mich kaum noch an etwas. Was ist passiert?",stammelte ich.
"Was passiert ist?", wiederholte er meine Frage.
Ich nickte.
"Also Twist hat Jourdan klargemacht."
Ich lachte und meinte: "Kein Wunder, wie der auf sie abgefahren ist."
"Ja, Jourdan ist schon heiß.", schwärmte er.
Ich warf ihm einen beleidigten Blick zu, ohne es zu merken.
Aber Justin merkte das leider. "Aber du bist natürlich viel heißer", lachte er. Ich konnte nicht ganz raushören ob es Ironie war oder ernst gemeint. Was musste jetzt natürlich wieder passieren? Genau ich wurde rot. Justin stupste mir auf die Nase und sagte: "Ich mach dir jetzt einen schönen Anti-Kater-Kakao."
Kakao klang ganz gut. Mir war noch total übel vom Alkohol.
Sobald Justin draußen war klopfte es an der Tür.
"Herein", flüsterte ich fast. Mary kam rein und setzte sich auf Justins Bett.
"Du? Alli? Läuft da was zwischen euch?"
Auf diese Frage war ich garnicht eingestellt.
"Ehh... Nein.. Wieso?"
"Ach nur so.", lächelte sie mich an.
Okaaaaay?!
Ich wusste nicht warum sie fragte.
Oh nein. Was ist wenn auf der Party was zwischen uns war? Vielleicht bin ich deswegen in Justins Bett? Hatten wir Sex? Ich guckte an mir herunter und sah, dass ich noch mein Top anhatte. Nein, wir hatten kein Sex. Wieso auch? Nur weil wir im gleichen Bett aufgewacht sind? Oh Gott. Jetzt musste ich mir natürlich vorstellen wie es ist mit Justin zu schlafen. 'ALLI HÖR SOFORT AUF!', schrie ich mich innerlich so zu sagen selber an.
Mary guckte mich verwirrt an.
"Was hast du?", fragte sie mich.
Doch bevor ich antworten konnte, kam Cody auch schon ins Zimmer gerannt.
"Mary, da bist du ja.", sagte er ganz erleichtert.
"Ja. Wieso?", fragte sie ihn.
"Ich hab dich vermisst.", grinste er.
Ach, die beiden sind so zuckersüß.
Justin ist auch so süß. Wie er mir auf die Nase gestupst hat. Ich weiß noch nicht mal wieso, aber Justin macht ja eh manchmal komische Sachen. Schon wieder Justin, das darf nicht wahr sein. Ich musste mich sofort ablenken also schnappte ich mir die Fernbedienung auf seinem Nachttisch und schaltete den Fernseher an.
Spongebob? Ok, warum nicht.
"Oh ne, die hässliche Stimme muss ich mir jetzt nicht geben. Komm, Cody, wir gehen.", sagte Mary und haute mit ihm ab.
Somit ließen sie mich alleine und ich wartete auf Justin...

10.6.13 14:14, kommentieren

Kapitel 38 - I'll never let you go

*Cody's Sicht*

Als ich aufwachte, schlief Mary noch. Sie sah wie ein Engel aus. Vorsichtig stand ich auf und deckte sie wieder zu.
Ich ging schnell zur Toilette. Und eigentlich wollte ich mich danach wieder an Mary kuscheln und weiter schlafen. Doch als ich wieder ins Zimmer kam, saß sie auf dem Bett und stützte ihren Kopf an ihre Arme ab.
"Mary? Hey, was ist los?", fragte ich besorgt.
"Ich hab Kopfschmerzen.", klagte sie.
Ich wollte jetzt einfach gerade ein Zauberstab nehmen und die Kopfschmerzen von Mary weg zaubern. Aber nein, ich musste ja ein Sänger werden und keine Hexe.
Und, als könnte sie meine Gedanken lesen, sagte sie:"Wäre Jazzy jetzt hier, hätte sie ihren Glitzer Zauberstab genommen und meine Kopfschmerzen weg gezaubert. Das funktioniert zwar nicht wirklich, aber ich sag ihr immer es geht mir besser. Sie strahlt dann immer so."
Mary redete oft von Jazzy. Ich habe sie leider noch nie kennengelernt, aber es sieht so aus als ob sie Jazzy echt sehr vermisste. Wieso lebten sie eigentlich in LA und nicht noch in Stratford? Aber ist jetzt auch egal. "Du vermisst sie, hm?", fragte ich vorsichtig.
"Ja..", sagte sie leise.
Ich nahm sie in den Arm und merkte, wie ihr eine Träne die Wange runterlief.
Schnell wischte ich sie mit meinem Finger weg. Sie nahm meine Hand und legte sie an ihre Wange.
"Danke", flüsterte sie und vergrub ihr Gesicht an meiner Brust.
Sie sagte nichts und nach einer Weile schlief sie wieder ein.
Oh man, sie tat mir gerade so leid. Ich weiß nicht wie es ist, wenn die Halbgeschwister und der eigene Dad in einem anderen Land wohnen. Aber es musste hart sein.
Justin ist oft auch nicht da. Und ich? Ich wohne sogar auf einem ganz anderen Kontinent.
Ich legte sie vorsichtig wieder ins Bett und sang ganz leise die ersten Zeilen von 'Gentleman'.
"If you ever need to cry, I'll wipe the tears right from your eyes. Oh yes, I will.
If you can't fall asleep tonight, I'll sing to you a lullaby. Oh yes, I will."
Dann gab ich ihr einen Kuss auf die Stirn und machte mich auf die Suche nach Justin.
Ich ging nach unten, da saß Justin in der Küche und trank Kaffee. Er sah richtig verkatert aus, aber ok, er war ja auch feiern.
"Morgen", sagte er mit heiserer Stimme.
"Morgen.", sagte ich.
"Wo ist Mary?", fragte er.
"Sie schläft noch. Beziehungsweise sie schläft wieder. Sie war so traurig weil sie Jazzy vermisst."
Er sah mich mit großen Augen an.
"Geht's ihr gut? Sie hat keine Tabletten geschluckt, oder?!"
"Ehm.. sie hatte Kopfschmerzen, ich wollte ihr eine Tablette geben, aber sie meinte sie mag keine Tabletten. Dann hat sie erzählt was Jazzy immer macht, ein bisschen geweint uns ja dann ist sie wieder eingeschlafen. Warum fragst du?"
"Gut. Oh man. Sie hat sich mal versucht, deswegen umzubringen. Da hat sie ganz viele Tabletten durcheinander genommen und ja.. seitdem hab ich Angst. Sie macht es fertig, dass Dad, Jazmyn und Jaxon so weit weg wohnen. Und dass du jetzt auch noch auf einem ganz anderen Kontinent wohnst.. ich weiß nicht, wie lange sie das durchhält."
Was?! Ich war sprachlos.
Wenn ich das gewusst hätte. Oh Gott. Ich lass sie nie wieder alleine. Wie soll ich denn je wieder nach Australien zurück wenn sie sich umbringen könnte deswegen?
Das ging einfach nicht. Ich hatte gerade richtig Angst.
"Justin.. ich.. ich kann doch nie wieder zurück nach Australien. Wer weiß was passieren würde!"
"Was meinst du warum Fredo immer bei ihr ist, wenn sie mal nicht bei mir ist? Denkst du, ich lass sie alleine? Oh nein."
Wieso hat mir keiner was gesagt? Ich wusste das die ganze zeit nicht und bin einfach so zurück nach Australien. Manchmal habe ich mich sogar gefragt, wieso sie SO heftig traurig war. Aber klar, jetzt machte alles einen Sinn.
Ich hatte gerade richtige Schuldgefühle und hasste mich dafür. Wenn ich nur dran denke, sie hätte sich in der Zeit was angetan.. oh Gott.
Anscheinend merkte Justin, dass ich grad voll geschockt war und kam auf mich zu.
"Ihr passiert nichts. Das ist schon lange her und du tust ihr gut... aber bitte pass auf sie auf. Bitte."
Ich nickte und brachte nur ein leises "Das werde ich." raus.
Dann machte ich mich wieder auf den Weg nach oben. Auf der Treppe kam mir Mary entgegen.
"Wo warst du?", fragte sie ganz verschlafen.
"Bei Justin. Aber jetzt bin ich ja wieder bei dir. Für immer, versprochen. Sind deine Kopfschmerzen besser?"
"Ja.", sagte sie und gab mir einen Kuss.
Ich nahm sie in den Arm. Wir standen eine Weile so auf der Treppe.
"Ehm Cody? Du kannst mich auch ruhig wieder los lassen.", lachte sie.
"Nein. Nie im Leben.", sagte ich und guckte in ihre Augen.
Sie lächelte.
"Süß, süßer, Cody."
Ich trug sie nach unten in die Küche, damit sie erstmal frühstücken konnte.
"Hey Justin!", sagte sie fröhlich.
Als ich sie runter ließ, rannte sie zu ihm und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Er schaute mich an.
"Ich sag ja, du tust ihr gut. Pass bloß auf sie auf."
"Natürlich passt er auf mich auf, Justin.", antwortete sie für mich.
Dann setzte sie sich an den Tisch und ich machte ihr erstmal ein paar Pancakes...

10.6.13 14:12, kommentieren

Kapitel 37 - You will find him next to me

*Mary's Sicht*

Ersatzschlüssel! Wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen?
Ich kramte ihn aus dem Versteck und schloss die Tür auf.
Endlich. Die Schule machte mich so fertig. Bis spät nachmittags Unterricht zu haben sollte verboten werden. Naja es war eh mein letzter Tag heute. Ab Montag heißt es dann Privatunterricht mit Cody, während wir durch Europa reisten.
Ich ging in mein Zimmer, schmiss meine Schultasche in die Ecke und ließ mich erschöpft auf's Bett fallen. Ein Schläfchen würde mir jetzt gut tun. Aber Justin ist eh gleich da mit Essen. Oh Gott, wie verpeilt er immer ist, wenn er feiern war. Im ersten Moment dachte ich, er holt Cody ab, aber das würde doch gar keinen Sinn machen. Naja, schön wär's gewesen.
Und wo ich gerade an Cody dachte, beschloss ich ihn anzurufen.
Ich wählte seine Nummer aber er ging nicht dran. Ich versuchte es noch ein paar mal - doch er ging immernoch nicht dran. Na super.
Depremiert versteckte ich mich in mein Kissen, als ich plötzlich Justin's Stimme hörte.
"Hey, Maus."
Ich blickte einmal hoch, er stand in meiner Zimmertür.
"Lass mich.", sagte ich genervt und versteckte mich wieder in meinem Kopfkissen.
"Was ist los?"
"Cody geht nicht ans Handy. Und ich hab Hunger. Und lange Schule sollte illegalisiert werden."
Ich blickte immernoch nicht hoch.
"Mary, ich hab eine Überraschung für dich , wenn du die siehst, geht's dir sofort wieder gut."
"Nein."
Jetzt zog ich mir auch noch die Bettdecke über meinen Kopf.
Ich merkte wie sich jemand auf mein Bett setzte.
"Geh weg, Justin!"
Aber ich bekam keine Antwort.
"Justin?", fragte ich.
Immernoch keine Antwort.
"Justin, verarsch mich nicht! Rede mit mir!"
Als ich wieder keine Antwort bekam, riss ich die Bettdecke von mir und schrie dabei:"JUSTIN ICH HAS.."
Doch dann wurde ich ganz still.
"Cody?", fragte ich ganz verblüfft.
Ich konnte das nicht glauben. Warum saß Cody plötzlich auf meinem Bett?
"Überraschung.", lächelte er.
Ich fiel ihm sofort in die Arme und küsste ihn.
"Warum bist du hier? Ich dachte.. Oh mein Gott, ihr seid doof!"
Aber ich bin froh, dass Cody hier ist. Ich weinte fast vor Freude.
"Warum ich hier bin? Naja, ich hab dich halt vermisst."
Awww wie süß das einfach nur war.
Und schon küssten wir uns wieder. Das hat mir gefehlt. So sehr.
"Cody, ich bring deinen Koffer ins Gästezimmer ok?", hörte ich Justin.
Sofort sprang ich auf und riss ihm den Koffer aus der Hand.
"WAS FÜR GÄSTEZIMMER? CODY BLEIBT HIER, BEI MIR!"
"Mary, damit ist Mum bestimmt nicht einverstanden.", sagte Justin.
"Womit bin ich bestimmt nicht einverstanden?"
Mum stand plötzlich hinter Justin.
"Dass Cody bei ihr im Zimmer schläft.", antwortete Justin ihr ohne sich umzudrehen.
Mum schaute mich an, dann schaute sie Cody an. Dann schaute sie mich wieder an und sagte:"NUR kuscheln, nicht mehr."
Das 'Nur' betonte sie extra stark.
Ich sah sie an. "MAMA!"
"Was denn? Und jetzt lasst mich erstmal Hallo zu Cody sagen."
Sie ging zu Cody, umarmte ihn und hieß ihn erstmal willkommen.
Ich streckte Justin die Zunge raus.
Er lachte nur. Da fiel mir ein, dass ich Twist noch garnicht gesehen hab.
"Wo is'n Twist?", fragte ich ihn.
Doch bevor Justin eine Antwort geben konnte, stand er auch schon im Raum.
"Twist is in da building."
Ich sprang ihn an. Haha, Twist ist so der coole.
Ich liebe seine Arme voll. Jedesmal wenn er kommt fass ich als erstes seine Arme an. Die sind voll muskolös. Diesmal streckte er mir gleich seinen Arm hin und lachte. Als ich mich umdrehte sah ich, dass Cody sein Blick starr auf Twist's Arm gerichtet war, den ich immer noch anfasste. Ich guckte mich einmal um und mein Zimmer kam mir so voll vor. Mum, Cody, Justin und Twist. So eine richtige Massenversammlung. Ok es waren nur vier andere hier drin, aber es kam mir plötzlich wie 20 vor. Schnell nahm ich meine Hände von Twist's Arm und drehte mich wieder zu Cody. "Ich lass euch dann mal alleine", sagte Mum und ging raus.
Und kaum war Mum draußen, kam Alli in mein Zimmer.
"Alliiii", fiel ich ihr in die Arme.
"Hi. Tut mir leid, ich habe mich gerade ein bisschen verlaufen. Justin ist nicht so gut darin, einen Weg zu erklären, kann das sein?", grinste sie.
"Ohja, das stimmt!", lachte ich.
Justin guckte uns nur komisch an.
"Leute? Ich liebe euch alle, aber Cody am meisten und ich würde jetzt gerne etwas Zeit mit ihm verbringen, also..?"
Die drei wussten schon, was los war.
"Klar, wir lassen euch alleine. Und nicht vergessen - NUR kuscheln, nicht mehr!", sagte Justin provozierend bevor er mit Alli und Twist das Zimmer verließ.
Endlich.
Ich fiel Cody um den Hals und küsste ihn. Er erwiderte sofort und legte seine Hände auf meine Hüften. Ich durchwuschelte seine Haare und unsere Küsse wurden leidenschaftlicher. Langsam ging Cody mit mir zu meinem Bett. Ich hatte keine Lust zu gehen also schlang ich meine Beine um ihn und er trug mich.
Er legte mich vorsichtig in mein Bett und hörte nicht auf mich zu küssen.
Ich lass ihn nie wieder weg von mir, nein. Das ist mein Junge, ich werde ihn irgendwann heiraten. Er macht mich glücklich. Nur er.
Mein ganzer Kopf war voll Cody und seinen Küssen. Seine Lippen sind so wundervoll. Ich würde so gerne nie damit aufhören. Doch plötzlich hörte er auf. Ich guckte ihn fragend an.
"Ich hab gar nicht gefragt wie es dir geht. Wie unhöflich. Wie geht es dir?" Ich lachte.
"Du bist süß."
Er gab mir einen flüchtigen Kuss und setzte sich auf. "Ich will wissen wie es dir geht..?", fragte er noch einmal. Ich strich ihm eine Strähne, die ihm im Gesicht hing, weg und setzte mich auch hin.
"Mir könnte es nicht besser gehen", sagte ich ganz verzaubert.
"Und wie geht es dir?", fragte ich ihn.
"Naja, ich hab mich am Mittwoch mit Jake gestritten und seitdem kein Wort mehr mit ihm geredet. Aber jetzt bin ich bei dir und das ist alles was zählt."
"Warum habt ihr euch gestritten?"
"Ist nicht so wichtig."
Codys Augen waren aufeinmal total traurig. Ich wollte nicht, dass er traurig ist.
"Du kannst mit alles sagen, das weißt du?"
Er nickte und nahm mich an der Taille damit er mich zu sich ziehen kann. Ich kicherte, da ich mich wie ein Bauklotz fühlte.
"Was kicherst du?"
Ich wusste nicht was ich sagen soll. Das mit dem Bauklotz würde ja etwas verrückt klingen. Cody lehnte sich hinten an die Wand und ich saß nun auf seinem Schoß.
"Ach nichts. Jetzt sag mir was passiert ist.", sagte ich und küsste ihn.
"Mary, es ist wirklich nicht wichtig."
"Cody. Ich sehe das doch, wie traurig du bist. Und ich will nicht, dass du traurig bist. Sag's mir. Bitte."
Er guckte mir tief in die Augen und ich wollte ihn gerade nochmal fragen, was passiert ist, aber seine blauen Augen sind so schön, dass man sich immer wieder in ihnen verliert. Wir guckten uns einfach in die Augen. Alles andere war unwichtig. Als es nach 5 Minuten etwas banal wurde mussten wir plötzlich beide anfangen zu lachen.
Ich fragte garnicht mehr weiter nach, was passiert war. Wenn er es mir sagen wollte, wird er es schon von selbst tun...

10.6.13 14:11, kommentieren

Kapitel 36 - The perfect boy for my sister is...

*Justin's Sicht*

Endlich Freitag. Und heute hatte ich seit langem wieder einen freien Tag, den ich mit meinem guten Freund, Rapper Lil Twist verbrachte.
Twist und ich sind beide noch übertrieben müde, da wir die Nacht davor mit Tyga im Club waren. Wir machten, oder eher gesagt Twist's Köchin machte uns noch ein gemütliches Frühtück bevor wir uns fertig machten. Die Köchin machte so geile Pancakes und sie weiß natürlich wo man hier in LA den original Kanadischen Ahornsirup kriegt. Früher hab ich mir mal gewünscht, dass das Meer aus Arhornsirup ist. Ich liebe das einfach.
Als wir fertig waren, fuhren wir ein bisschen in die Stadt, Richtung Downtown. Und ich war froh, dass Mary in der Schule war und den Wagen nicht fahren konnte.
"Justin?", fragte Lil, während er das Fenster runter machte. "Yep."
"Heute Abend zu hotspot Superclub? Hab gehört, dass Jourdan Dunn auch da ist."
Ich wär fast in eine Laterne Gefahren.
"Jourdan?", fragte ich erstaunt.
"Ja Jourdan. Sie ist heiß, ne?" Er guckte mich fragend an.
"Mehr als heiß", antwortete ich und Lil lachte nur.
Eigentlich sagte ich das nur, weil ich Twist noch nichts von Alli erzählt hatte. Ich freute mich auf sie, vielleicht wollte sie ja mit in den Club.
Klar, Jourdan war echt heiß. Das musste man zugeben und vielleicht war sie auch voll mein Typ, aber in den letzten Tagen musste ich so oft an Alli und ihre süße Art denken.
Heute Nachmittag wird sie endlich hier sein. Und Mary wird mich mal wieder total ignorieren, weil Cody dann hier ist.
Ich hab sie doch auch nicht ignoriert oder keine Zeit für sie gehabt als ich noch mit Selena zusammen war. Sie steht immer an erster Stelle! Aber vielleicht habe ich auch nur Angst, dass Cody mein kleines Shawty verletzt.
Wenn er das irgendwann mal machen sollte, kann ich für nichts garantieren. Mary ist mein ein und alles und wenn ihr jemand das Herz bricht, brech ich demjenigen sämtliche Knochen. Ich hoffe so sehr, dass er es ernst mit ihr meint.

Twist und ich fuhren stundenlang nur durch die Stadt. Uns machte das Spaß. Irgendwann schaute ich auf die Uhr, und die verriet mir, dass es Zeit war um Alli und Cody vom Flughafen abzuholen.
"Yo, ich fahr mal zum Flughafen. Die beiden landen sicher gleich.", sagte ich zu Twist.
"Alright. Aber weißt du was ich schade finde?"
"Nein, was?"
"Dass Mary mit Cody zusammen ist, denn ich finde sie auch.."
Ich unterbrach ihn:"DAS IST MEINE SCHWESTER OK? UND DU BIST EINER MEINER BESTEN FREUNDE! DAS GEHT NICHT! NEIN. EINFACH NEIN!", schrie ich.
Ich bin sensibel wenn es um Mary geht.
Twist hat sich total erschrocken, dass ich so rumgeschrien habe.
"Calm down, alles easy ok?"
Ich griff fester ins Lenkrad.
Das wär der Horror wenn Twist und Mary was anfangen würden, denn ich weiß genau, dass Twist nicht der typische Schwiegersohn ist. Er würde Mary immer alleine lassen wenn sie Probleme hat und außerdem würden wir dann nicht mehr klar kommen. Er würde sie belügen und jedes Wochenende was mit einem anderen Mädchen haben.
Wie oft ich mit ihm eine neue Sim Karte kaufen musste, weil seine "Chicas" ihn nervten. Oh nein. Er kriegt ganz bestimmt nicht meine kleine Mary!
Außerdem rauchte er hier und da mal einen Joint. Nein, nicht der perfekte Junge für sie. Aber ich kam trotzdem gut mit ihm klar.
Ein guter Freund ist er, aber kein guter Boyfriend. Aufeinmal fand ich es doch ganz gut, dass Mary nur Augen für Cody hat, da kann wenigstens kein Ladygeiler Twist kommen.
Endlich kamen wir am Flughafen an. Ich parkte und wir stiegen aus. Als wir die Halle betraten, standen Cody und Alli schon dort. Wir gingen zu ihnen.
"Hey.", begrüßte ich zuerst Alli mit einer Umarmung.
Dann schaute ich Cody an.
"Lass dich grüßen, du swaggie boy. Tut mir leid.", grinste ich und gab ihm einen Handschlag.
"Kein Problem. Ich weiß ja, dass du der Swagking bist." Cody und Twist begrüßten sich noch und als Twist auf Alli blickte wollte ich ihm eine reinhauen. Er guckte sie mit seinem rawr-du-bist-aber-sexy-Blick an. Alli umarmte ihn genauso wie mich und ich spürte wie ich wütend wurde. Schnell fragte ich laut: "Wie war euer Flug denn? Bestimmt anstrengend. Alli? Soll ich deinen Koffer nehmen?"
"Gerne.", lächelte sie mich an und ich nahm ihren Koffer.
Auf dem Weg zum Auto rief Mary mich an.
"Justin, wo steckst du? Mum ist nicht da, ich komm gerade aus der Schule und ich habe meinen Schlüssel vergessen.", jammerte sie.
"Wir sind gleich da. Ich hol doch grad Co..", ich verstummte. Schon wieder verplappere ich mich fast.
"Wen holst du?" Scheiße. Was soll ich sagen?!
"Ehh C... Kentucky!"
Kentucky? Echt Justin? Dir kann natürlich nichts besseres einfallen. Ich merkte fast wie Mary ihre Stirn verzog.
"Wer ist Kentucky?"
"Ehh ich mein, ich wollte noch was bei Kentucky Fried Chicken holen. Genau."
Sie lachte aufeinmal.
"Justin, du bist so komisch. Wieso sagst du nicht gleich KFC?"
Glück gehabt. Sie glaubte mir.
"Sorry, du weißt doch, Twist und ich waren doch gestern noch mit Tyga im Club. Zu wenig Schlaf undso. Twist kommt übrigens gleich mit."
"Ja, ich habe ihn lange nicht mehr gesehen.", freute sie sich.
"Mary, bitte versprich mir, dass du nie etwas mit Twist anfangen wirst. Bitte.", bat ich sie.
"Hä? Warum sollte ich was mit ihm anfangen? Ich habe doch Cody. Justin, manchmal bist du echt dumm."
"Ach egal, wir sehen uns dann gleich ja? Und nimm doch einfach den Ersatzschlüssel. Bis gleich."
"Bye.", sagte sie und legte auf. Na das ist man gerade nochmal gut gegangen...

10.6.13 14:09, kommentieren

Kapitel 35 - Packing my suitcas

*Alli's Sicht*

Ich kam gerade aus dem Wohnzimmer, als ich sah wie Cody gegen die Wand im Flur boxte.
"Hey, was ist mit dir los?"
"Ist egal. Lass mich in Ruhe."
"Nein, ich will wissen was passiert ist."
"Ich will aber jetzt nicht dadrüber reden."
Cody sah mir nicht in die Augen. Was nur mit ihm los? Hatte er sich mit Mary gestritten?
"Cody? Bitte erzähl es mir."
Er boxte noch einmal gegen die Wand.
"WAS HAST DU VON 'Ich will da nicht drüber reden' NICHT VERSTANDEN?", schrie er.
Ich sah ihn besorgt an, aber ich ließ ihn dann doch in Ruhe.
Ich ging langsam in mein Zimmer, in der Hoffnung, dass er vielleicht doch redete. Doch er stand einfach nur da. Mit den Armen stützte er sich an der Wand ab und schaute auf den Boden.
Eigentlich dachte ich, dass Mary ihm gut tut, aber so wütend sieht man ihn selten. Na ja, ich habe anderes zu tun als mich um deren Probleme zu kümmern.
Ich habe selber ein sehr großes Problem. Mein Koffer ist zu klein! Egal wie ich meine Sachen dort rein lege, er will nicht zu gehen.
Ich suchte einen größeren Koffer. Und als ich zum Glück einen gefunden hatte, fing ich an umzupacken. Dabei kam mir Justin's Pullover zwischen die Finger. Justin's kuscheliger Pullover. Ich zog ihn an und verspürte ein Glücksgefühl.
Endlich war ich mit dem umpacken fertig. Es passte auch gerade so eben meine ganzen Klamotten rein. Yeah, das ist echt ne Meisterleistung! Ich würde bestimmt den "viel zu viele Sachen in einen viel zu kleinen Koffer bekommen"-Preis gewinnen. Zufrieden ging ich in die Küche und holte mir was zu trinken. Doch da viel mir ein, ich hab die wichtigste Sache vergessen.
Mein Ladegerät für meine Kamera. Ich hatte das Ladegerät vergessen. Ich konnte doch nicht ohne es los fahren. Ich rannte nach oben und machte den Koffer nochmal auf. Ich legte es oben drauf und versuchte den Koffer wieder zu zumachen, aber es ging nicht. "Du blöder Koffer. Eben bist du doch noch zu gegangen", schimpfte ich vor mich hin. Aufeinmal ging die Tür auf und Mama guckte rein.
"Alles in Ordnung?"
"Ich krieg meinen Koffer nicht mehr zu. Gerade eben ging es noch, aber dieses blöde Ladegerät.."
"Steck es einfach in deine Handtasche.", lachte Mum.
Stimmt. Das war eine gute Idee. Danke Mama!
"Und ist sonst alles klar? Die Tickets hast du?", fragte sie mich.
"Ja, Mum. Und sonst ist alles klar. Frag lieber Cody, ob bei ihm alles klar ist."
Sie sah mich fragend an und ich meinte: "Ich hab ihn vorhin im Flur gesehen, da hat er gegen die Wand geboxt und war ziemlich wütend." Ihre Augen weiteten sich.
"Ohh."
Die Tür ging wieder zu und ich setzte mich an meinen Schreibtisch. Vielleicht hat Justin ja noch was getwittert.
Ich ging auf sein Profil. Aber das letzte was er gepostet hat, war "sundayfunday" am Sonntag.
Erst wollte ich "fridayicanseejustinday" Posten, aber dann hatte ich irgendwie Angst, dass es komisch kommt. Außerdem würde Mary das vielleicht sehen und es sollte ja eine Überraschung sein.
Stattdessen machte ich noch ein bisschen Werbung für Tickets.
"Tickets! Tickets! codysimpson.com/tour Yew! Yew!" postete ich.
Mary antwortete sofort auf den Tweet.
"Girls, you can buy tickets, but @CodySimpson is mine "
Haha süß. Zum Glück hatte ich das dann doch nicht gepostet, was ich vorhatte. Sie hätte es nämlich gesehen...

10.6.13 14:07, kommentieren



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